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Aisthesis des Wissens im (digitalen) Raum – Online-Workshop 

Juni 18//14:00 - 17:00

von Doris Ingrisch & Marion Mangelsdorf mit der Künstlerin Johanna Reich, organisiert von der Ösfterreichische Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) 

In diesem Workshop möchten wir ins Gespräch kommen über die verschiedenen Formen der sinnlichen Wahrnehmung, die unser Wissen prägen. Nichtzuletzt die Themenkomplexe der Geschlechterforschung, basieren auf sowohl rationalen, emotionalen als auch körperlich-leiblichen Aspekten.

Die ›Aisthesis des Wissens‹ in den Blick zu nehmen, bedeutet sich ebenso mit einem verkörperten Wissen wie auch mit Decolonizing Methodologies wie es Linda Tuhiwai Smith in ihrer 2012 gleichnamig veröffentlichten Publikation benannte, auseinanderzusetzen. In drei Parts möchten wir uns mit Fragen rund um diese Thematik befassen:

  • 14.00–14.45 Uhr
    Muße zur Entwicklung von Sinnesvielfalt im Geschlechterdiskurs?!Doris Ingrisch und Marion Mangelsdorf leiten den Workshop ein und entfalten in einem Dialog, welcher raumzeitlichen, gar Muße-vollen Voraussetzungen es bedarf, um einer ›Aisthesis des Wissens‹ Raum geben zu können. Wie kann sich eine Sinnesvielfalt in der Geschlechterforschung ausformen? 
  • 15.00–15.45 Uhr
    Künstlerische Forschung und verkörpertes Wissen in der GeschlechterforschungDie Künstlerin Johanna Reich wird zum begonnenen Dialog mit eingeladen. Wir loten Möglichkeiten und Grenzen der künstlerischen Forschung aus; befassen uns ebenso mit Theorien der Verkörperung wie auch mit konkreten Praxisbeispielen, um der Frage nachzugehen: Wie kann Sinnesvielfalt und verkörpertes Wissen stärker in die Geschlechterforschung einbezogen werden?
  • 16..00–17.00 Uhr
    Aisthesis des Wissens – Visionen verkörperten Wissens in einer digitalisierten  Alma Mater?!In diesem letzten Part möchten wir gemeinsam mit allen Beteiligten über das Gehörte in Austausch kommen. Dabei soll es zum Abschluss darum gehen, Visionen für den universitären Kontext zu entfalten. In einem Kontext, in dem wir zusehends on- und offline Kulturen entwickeln (müssen). Inwiefern kann eine ›Aisthesis des Wissens‹ hilfreich sein, um auch die Diskurse der Geschlechterforschung im Rahmen von Digitalisierungsprozesse in verkörperter Weise mitzugestalten?

In den ersten beiden Parts sind jeweils 20 Minuten Input und weitere 25 Minuten für Nachfragen und gemeinsames Gespräch geplant.
Im letzten Part wird das bereits Diskutierte in break-out-rooms weiter vertieft und in einer Abschlußrunde zusammengeführt.

 

 

 

Die Künstlerin Johanna Reich (Köln/München; www.johannareich.com) arbeitet an der Schnittstelle zwischen digitalen und analogen Bildwelten. Neben Videoarbeiten, Installationen mit selbstfahrenden Robotern und Fotografie bezieht sie auch Skulptur, Performance und historisches Bildmaterial in ihr Werk mit ein und untersucht, welchen Einfluss die mediale Vereinnahmung unseres Alltags auf das Denken, unser Rollenverständnis und unsere Wahrnehmung haben. Johanna Reich wurde u.a. mit dem japanischen Excellence Prize for Media Arts, dem Förderpreis des Landes NRW für Medienkunst, dem Konrad von Soest Preis und dem Nam June Paik Award Förderpreis ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen vertreten, u.a. in der Sammlung Goetz München, im Tokyo Metropolitan Museum of Photography und der Jerry Speyer Collection New York. Seit 2020 hat sie eine Vertretungsprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München inne.

Dr.’in phil. Marion Mangelsdorf (http://www.marion-mangelsdorf.eu) ist Mitbegründerin, Dozentin und Geschäftsführerin am 2001 gegründeten Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Körper-, Geschlechter-, Medien- und Umwelttheorien sowie ethnografisch-künstlerische Forschung und Transferwissen. An folgenden Forschungprojekten war sie beteiligt: Sonderforschungsbereich 1015 Muße zu Fragen der Gender Studies, Transdisziplinarität und Verkörperung (2018-2020); Leiterin des Verbundprojekts Gendering MINT digital. Open Science aktiv gestalten (2018-2020); Mitglied der Forschungsgruppe MBody. Künstlerische Forschung in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie (2010-2019). 2020 erhielt sie im Rahmen einer Open Spaces-Ausschreibung im Co-Creation-Programm der Freiburger Universität einen Förderpreis zur Entwicklung von Oktogon-Raum-Medien-Elementen für einen interdisziplinären und genreübergreifenden Wissenschaftsdialog auf Augenhöhe. Die Elemente werden gemeinsam mit 235 Media in Köln entwickelt.

Details

Datum:
Juni 18
Zeit:
14:00 - 17:00