Muße. Ausnahmezustand in Krisenzeiten? Biopolitische Fragen an ein fassettenreiches Konzept!

„Eine Moderne, die (…) Produktivität zum Selbstzweck erklärt, nimmt den Menschen die Fähigkeit, innezuhalten, Krisen zuzulassen und sich, angesichts dieser Krisen wieder ihrer selbst zu vergewissern,“ lautet es in dem Sammelband „Konzepte der Muße“ (Gimmel/Keiling et al. 2016, 1). Dem gegenüber wird in der gleichnamigen Publikation das Potential von Muße betont, „zum Ort von Krisen der Selbstbestimmung und Reflexion [zu] werden.“ (Ebd., 53) Muße wird sodann als ‚Ausnahmezustand‘ beschrieben, der einen Schutzraum vor dem Praxis-, Überlebens- und Leistungsdruck Raum für existentielle (In-)Fragestellungen und Krisen darstelle (Ebd., 74). Lässt sich Muße dementsprechend als ‚Wendepunkt‘ beschreiben, um darüber nachzudenken, wie wir uns ein gutes, emanzipiertes Leben vorstellen?
Wie möchten wir leben, lieben, studieren, arbeiten und die Erde bewohnen?
Mit welchem Verständnis begegnen wir uns selbst, anderen und unserem Lebensraum?

Weitere Informationen siehe Digitaler Muße-Seminarraum des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.