Digitalisierungsprozesse kritisch gestalten

Dies ist die Matrix zu dem seit Dezember 2017 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Humboldt Universität zu Berlin und Hochschule Offenburg laufenden BMBF-Verbundprojekt „Gendering MINT digital“.


Einen Kurzbeitrag zu einem unserer ersten Felder haben wir publiziert:
Marion Mangelsdorf, Ronja Mikoleit, Sigrid Schmitz, Daniel Fetzner. 2018. Gendering Marteloskope – Digitalisierung von Gender-Wissen im MINT-Bereich. In Proceedings of 4th Gender&IT conference, Heilbronn, Germany (GenderIT’18). ACM, New York, NY, USA, 3 pages. https://doi.org/10.1145/3196839.3196873

Abstract
Mit Gendering Marteloskope stellen wir Entwicklungsprozess dar: Entstanden ist videografisches Material in Marteloskopen, die im Wald Bäume, Tablets und Menschen in Dialog zueinander setzen. Die Videografie und die Erfahrungen vor Ort werden mit Ansätzen aus Gender in Science and Technlogy Studies reflektiert sowie mit digital unterstützter kollaborativer Didaktik über interaktive Webdokumentationen zu Open Science Modulen zusammengeführt.

Abstract (engl.)
In Gendering martelospcopes, we outline on the basis of an exemplary field the first steps in a process of development of so-called Open Science Modules. We will reflect videografic observations, which arose in marteloscopes. Marteloscopes are training facilities in forests, which set trees, tablets, and people in dialogues with each other. We explore questions, which comment the videographies and the on-site experiences with approaches to Gender in Science and Technology Studies. Furthermore, on the basis of these questions, we combine these videographies with digital supported collaborative didactic into Open Science Modules. This consolidation will take place through interactive documentaries since they allow to constellate video-, audio- and text documents. Thus, gender-knowledge in STEM can be developed in an interactive manner, and through inter- and transdisciplinary dialogues. Gendering marteloscopes experiments with first steps of processes of digitalization, which pursue the intention to integrate gender-knowledge in STEM.

Über das Feld
Marteloskope sind ein Hektar große Waldflächen, auf denen jeder Baum nummeriert und hinsichtlich seines sowohl ökologischen als auch ökonomischen Wertes erfasst wurde. Mit Hilfe von Tablets können die verschiedenen Parameter eines Baumes aufgerufen und im Gespräch mit Menschen verschiedener Berufs- und Interessensgruppen zur Diskussion gestellt werden. Dabei verfolgen Marteloskope ein integratives Konzept: Differente Wissensformen über die Bäume werden hier ebenso durch Begehungen vor Ort wie digital durch die Tablets erfahrbar gemacht.

Zum Lehr-/Lernkonzept
der Marteloskope kann ich den Text von Patrick Pyttel, Daniel Kraus, Andreas Schuck, Frank Krumm und Jürgen Bauhus empfehlen: Mit „Marteloskopen“ lehren und lernen.

Zu den Woodwide Woods
möchte ich hier auf den BBC-Beitrag hinweisen How trees secretly talk to eachother.


Hinweisen möchte ich an dieser Stelle außerdem auf
Götz Bachmann, Medientheoretiker
Über die Rolle rebellischer Outlaws in der digitalen Welt und die falsche Revolution der Kalifornischen Ideologie spricht Dietrich Brants mit dem Medientheoretiker Götz Bachmann vom Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien an der Leuphana Universität Lüneburg.

© SWR2 Mediathek


Über die Webseite Dynamicland wird das alternative Projekt der ‚radikalen Ingenieure‘ von Oakland näher beschrieben.
Auf weitere Inspiration bin ich gespannt im Rahmen der Ars Electronica in Linz vom 6.–10.9.2018!